Blinks

Hier finden Sie einige inspirierende Informationen, Anregungen und Wissensbausteine, die Ihnen helfen sollen, die symbolische Welt des Schalls besser zu erfahren – Klang ist Leben.

Testen Sie Ihr Gehör!

In unserem Hörtest möchten wir Ihnen folgende Grundeigenschaften
des Gehörs demonstrieren:

  • Erkennungsvermögen
  • Akustische Ortung
  • Klangempfinden
  • Akustische Diagnose

Starten Sie jetzt den Hörtest!

 

Psychoakustisches Training verbessert das Gehör

Wussten Sie, dass man bei systematischem Training auf Grundlage moderner psychoakustischer Techniken hunderttausende von Geräuschfacetten unterscheiden kann? Die neuesten Computersimulationen sind Ergebnisse aus unserer Forschung und vermitteln in Form von Klangkarten erste objektive Einblicke in diese reiche Schallerlebenswelt.

Der richtige Sound für`s Elektroauto

Sie machen keinen Dreck und keinen Lärm: Elektroautos. Die Kehrseite der Medaille: Fußgänger und Radfahrer hören sich nähernde Autos nicht. Das kann gefährlich werden. Ein ideales Betätigungsfeld für Psychoakustiker, die gemeinsam mit dem Leipziger Gewandhaus-orchester eine originelle Idee in die Tat umsetzen wollen: Mit tibetanischem Gong, Säge, Geige und Bratsche entwickeln sie den Sound fürs Elektroauto.
Weitere interessante Informationen finden Sie unter dradio.de, sueddeutsche.de, naturstrom.de (S. 6-9), cabriolife.pdf und sounddesignforum.de.

Auch das Ohr isst mit

Autoren: Martin Hablesreiter, Sonja Stummerer (www.honeyandbunny.com)

„Wenn man einen Zwieback kaut, dann gibt das zunächst ein Geräusch, das sehr knusprig, crunchy, laut markant und auffällig ist. Wenn man den Zwieback dann zerkleinert, wird das Geräusch immer wärmer, weicher, angenehmer und schließlich merkt man, wenn das Geräusch gerade noch da ist, jetzt kann man die Nahrung runterschlucken. Das heißt, das akustische Signal ist gleichzeitig eine Kontrolle für den Fortschritt des Kauprozesses. Und dann beginnt der Zyklus von vorne.“ Friedrich Blutner.

„Kauen besteht aus 30-40 eindeutig differenzierbaren Klangmustern. Je differenzierter diese sind, umso interessanter, und umso besser schmeckt es uns.“ Friedrich Blutner.

Auch unsere Ohren entscheiden darüber, ob uns etwas schmeckt oder nicht. Cornflakes oder Kartoffelchips schmecken dann besonders gut, wenn sie beim Reinbeißen laut krachen. Einen „leisen“ Kartoffelchip lehnen wir hingegen sofort ab. Entspricht das Geräusch beim Zubeißen nicht unseren instinktiv gesteuerten oder erlernten Erwartungen, spucken wir das Gegessene schnell wieder aus. Es könnt verdorben sein. Das Ohr kontrolliert, ob ein Lebensmittel frisch ist, oder stellt fest, dass etwas mulmig oder schimmlig klingt und besser nicht geschluckt werden sollte.

Natürlich hören nicht alle Menschen gleich. Grob unterscheidet man zwei akustische Typen: Menschen, die eher aktive, kernige und helle Geräuschkulissen lieben, und Menschen, die sonore, dunkle und weiche Töne bevorzugen, also – sehr vereinfacht – Obertonhörer und Grundtonhörer. Das Klangmuster erfolgreicher Lebensmittel muss für beide Gruppen funktionieren und eine möglichst ausgewogene Harmonie zwischen hellen und dunklen, sonoren Tönen bieten. Der deutsche Sounddesigner Friedrich Blutner bezeichnet das als Kombination von Ferrari- und Händelklängen einerseits mit Porsche- und Brahmsnoten andererseits.

Kauen und Sprechen, Hören und Schlucken | Jeder Mensch hat seinen eigenen Kautakt. Für geschulte Ohren ähnelt dieser Rhythmus einem Musikstück, einer Art Symphonie des Essens. Die „Kauistik“, ein Teilbereich der Sprachakustik, geht sogar so weit, im Kaugeräusch den Ursprung der Sprachentwicklung zu sehen. In einer Studie des Wiener Phonetik-Professors Felix Trojan (veröffentlicht 1975) wurden zehn Versuchspersonen angewiesen, einen Bissen Schinkenbrötchen mit offenen Lippen zu kauen und dabei nach Herzenslust zu schmatzen. Die entstandenen Laute wurden aufgezeichnet und mit dem Ergebnis ausgewertet, dass sich stimmhaftes Kauen mit den ersten Lauten der Sprachentwicklung deckt. …“

Zitat aus: Sonja Stummerer / Martin Hablesreiter: Food Design XL, Springer Wien/NewYork 2010

Der Sound des Bieres

Wussten Sie schon, dass man warmes und kaltes Bier am Geräusch unterscheiden kann, dass ein helles Bier auffallend anders klingt als ein dunkles, oder dass man nach entsprechendem Training über 100 Biersorten allein am Geräusch erkennen kann?






Laufgeräusche: Unermessliche Vielfalt

Die Unterscheidungsfähigkeit und das Differenzierungsvermögen des Ohrs sind so außerordentlich, dass selbst Experten immer wieder überrascht sind. Oft sind es ganz banale Dinge, die frappierende Einsichten in unser natürliches Wahrnehmungsvermögen vermitteln: Beispielsweise Geräusche beim Gehen und Laufen (Walking- und Running-Sounds) in einer unermesslichen Vielfalt von einigen zehntausend typischen Mustern.


Foto: Petra Bork / pixelio.de

Der Klang der Bergäpfel

Geräusche, die bei der Nahrungsmittelaufnahme entstehen, haben eine schier unendliche Vielfalt. Wussten Sie, dass man über 200 Apfelsorten allein am Geräusch beim Hineinbeißen unterscheiden kann? „Bergäpfel“ haben einen besonders markanten und herben Klang, süße Äpfel klingen anders als saure.

stelzenfestspiele.de